Previder über HostingCon und die Zukunft von Datacentern

Previder, der Lieferant von Datacentern, Cloud- und Konnektivitäts-Dienstleistungen aus Hengelo, nutzt die HostingCon Europe, um ihre Bekanntheit bei der großen Öffentlichkeit zu erhöhen. Das Unternehmen stellt den hunderten Besuchern aus dem In- und Ausland, die nächste Woche in Amsterdam erwartet werden, sein einzigartiges Angebot auf einem eigenen Stand ins Rampenlicht.

Ein Datacenter-Lieferant wie Previder hat selbstverständlich einen sehr breiten Kundenkreis. Welche Zielgruppen will das Unternehmen auf der HostingCon erreichen und wie lautet die zentrale Botschaft? Eric Vredeveldt, Geschäftsführer von Previder, erklärt es gegenüber ISP Today.

Vredefeldt: „Wir stehen regelmäßig auf unterschiedlichen Messen und hörten all die Jahre nur Gutes über die amerikanische Ausgabe der HostingCon. Deshalb beschlossen wir, auf die Amsterdamer Ausgabe zu gehen, auch weil wir erwarten, dort einer ganz anderen Besuchergruppe zu begegnen als beispielsweise auf der Cloud Expo Europe kommenden Monat in Frankfurt. Dort begegnet man vor allem Endkunden. Auf der HostingCon wollen wir mehr mit Hosting- und Cloud-Providern in Kontakt kommen.“

Cloud Expo Europe und HostingCon ziehen ein internationales Publikum an. Hat Previder auch internationale Kunden?

„Ja, sicher. Wir sitzen im Osten der Niederlande und aufgrund der geografischen Lage war es ein logischer Schritt, auch den deutschen Markt zu beliefern. Über Events suchen wir Kontakt mit mehr internationalen Providern, was übrigens nicht heißt, dass wir die Niederlande vergessen. Vierzig Prozent unserer Kunden kommen, auffällig genug, aus der Randstad.“

Weshalb wählen Kunden aus der Randstad, wo es so viele Datacenter gibt, ausgerechnet Previder?

„Die wichtigsten Gründe sind, dass wir ein integrales Twin-Datacenter-Angebot haben und für „low cost and high quality“ stehen. Das Erste muss ich den Lesern von ISPtoday nicht erklären. Das Zweite ergibt sich durch die Tatsache, dass der Betrieb eines Datacenters in unserer Region einfach günstiger ist als in der Randstad. Daneben haben wir dank der Hochschule und Universität Zugriff auf gutes IT-Personal. Und dazu natürlich noch unsere Twenter Arbeitsethik, nüchtern und hart arbeiten. Das empfinden Kunden aus dem Westen des Landes als sehr angenehm.“

Sie sprachen über Cloud-Provider als Kunden, aber Previder bietet doch auch selbst IaaS-Dienstleistungen an?

„Das stimmt. Wir erwarten daher, auf der HostingCon auch viele Cloud-Provider zu sprechen. Was wir ihnen auf Basis des Twin-Datacenter-Konzepts bieten können, ist zweiteilig. Sie können an unseren Standorten ihre eigene Cloud bauen, indem sie unsere Kollokations-Dienste nutzen, aber auch, indem sie Gebrauch von den Einrichtungen machen, die wir hierfür bereits eingerichtet haben.“

Das Letztere klingt wie eine Cloud-Dienstleistung.

„In der Tat, wenn Sie Cloud und Kollokation kombinieren, kommen Sie zu etwas, auf das wir uns auch immer mehr richten, nämlich den Markt für hybride Cloud-Lösungen. Kunden, die bereits das Notwendige in der Cloud machen, aber manche Legacy-Applikationen noch traditionell hosten müssen. Die Cloud ist enorm im Kommen, aber der Bedarf an physischen Servern bleibt noch immer sehr groß. Zurückblickend denke ich, dass der Markt viel zu optimistisch über den Zeitplan war, innerhalb dessen alle IT in die Cloud geht. Unser Angebot schließt sehr gut an die reelle Marktnachfrage an. Aber daneben investieren wir mit unseren schnellen Full-SSD-Cloud-Servern auch viel in die Zukunft der Cloud.“

Was sehen Sie als die Zukunft?

„Die Zukunft für Datacenter sieht gut aus, unter anderem, weil die Zentralisierung von Daten immer wichtiger wird. Das Internet der Dinge wird dabei eine große Rolle spielen. Außerdem sorgt die Beliebtheit von SaaS dafür, dass die Notwendigkeit immer geringer wird, Daten vor Ort vorzuhalten. Schon die Zentralisierung von Daten ermöglicht neue Arbeitsformen und das wirkt sich zusätzlich fördernd für eine weitere Zentralisierung aus. Bei all dem sind Datacenter unverzichtbar.“

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